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| Reichweite von RC-Fernsteuerungen |
| Da nicht nur in unserem Verein immer wieder die Rede
von Störungen der Fernsteueranlagen ist, soll diese Seite versuchen ein bisschen
Licht in die Problematik "Reichweite" zu bringen.
Neben den theoretischen Betrachtungen habe ich einige Messungen mit einem selbstgebauten Datenlogger durchgeführt welche die Theorie verdeutlichen sollen. Mit den Messungen stehe ich allerdings erst am Anfang, d.h. die Seite wird, sollte ich noch interessantes feststellen, entsprechend ergänzt. Sollte jemand Ideen zu interessanten Messaufbauten haben, bin auch gern bereit, entsprechend meiner Möglichkeiten, Messungen durchzuführen. (Der benutzte Datenlogger wurde eigentlich zur
Datenerfassung der Höhe / Geschwindigkeit / und von vier RC-Kanälen, mit
Unterstützung des auch ab und zu im RC-Online - Diskussionsforum anzutreffenden
Peter Rother entwickelt und gebaut. Der Datenlogger lässt sich aber natürlich
auch für andere Messungen einsetzen, vergleiche auch Nachbauanleitung
Datenlogger im RC-Online Forum), aber nun zum Thema: |
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| Weil gerade der Datenlogger erwähnt wird: für den Eigenbau und die Beschreibung eines solchen Gerätes klicken Sie hier. |
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Die Reichweite von RC-AnlagenIn der Praxis habe ich immer wieder feststellen müssen, daß es dem einen Modellflieger gelingt, eine sehr große Entfernung ohne Störungen zu überbrücken. Andere Modellflieger dagegen haben schon Störungen bei relativ kleinen Entfernungen.Es geht also um die Frage: Bis zu welcher Entfernung lässt sich ein Flugmodell noch sicher steuern? Die folgende Abbildung zeigt das mit einem Graupner-C12-Empfänger empfangene Signal und die Impulsbreite eines Kanalimpuls in Abhängigkeit von der Entfernung (auf unserem Modellflugplatz gemessen).
Messaufbau zu Abb.1: In der Abbildung 1 ist erkennbar, daß das Signal im
gesamten Bereich empfangen wurde (AVR ist stets im Regelbereich (Ende des
Regelbereiches der AVR liegt bei ca. 2,8V), was einem Eingangssignal von <
2mV entspricht). Abb. 2 gleicher Messaufbau wie Abb. 1 aber Empfangsantenne zeigt in Richtung des Senders Vergleicht man beide Abbildungen aufmerksam, so wird klar, daß Reichweite nicht gleich Reichweite ist. Bei gleicher Entfernung ist bei der Abb. 2 die AVR größer als in der Abb. 1. Bei ca. 320m geht das Servo sogar kurz auf Vollausschlag. Bei 380m schaltet der Logger sogar ab, da gar kein Kanal-Impuls mehr messbar ist. Die Empfängereingangsspannung muss bei diesem Aussetzer bei ca. 1,5mV liegen. Einige theoretische Betrachtungen zum ThemaAn dieser Stelle sollen die Abhängigkeiten der einzelnen Größen kurz genannt werden (Bei Bedarf kann ich auch gern ein paar Formeln zur Verfügung stellen).
Der Einfluß des Empfängers auf die Reichweite ist etwa vier mal so groß, wie der Einfluß des Senders. Deshalb sollte man bei Reichweiteproblemen vor allen den Empfänger und speziell dessen Antenne einer Prüfung unterziehen. (Auf den ersten Blick mag man das vielleicht nicht glauben wollen. Der Hauptgrund hierfür sind Reflektionen des Signals am Erdboden, welche auf Grund der geringen Höhe der Sendeantenne beim Modellflug einen ziemlich großen Einfluß haben.) Einige dieser genannten Größen (z.B. Sendeleistung, Empfängerempfindlichkeit) sind durch den Erwerb einer Fernsteueranlage eines bestimmten Typs bereits festgelegt und können (und dürfen) nicht durch den Nutzer verändert werden. Auf andere Größen kann man jedoch selbst Einfluß nehmen. Die Möglichkeiten sollen kurz näher betrachtet werden: Eine vielfach unterschätzte Tatsache, welche sich auf die Reichweite auswirkt, ist durch das Antennendiagramm der verwendeten Sende- und Empfangsantennen begründet. Die Sendeantenne (l/4-Stabantenne) strahlt das elektromagnetische Feld nicht in alle Richtungen gleichmäßig gut aus. Ebenso empfängt die Empfangsantenne das Feld aus unterschiedlichen Richtungen nicht gleich gut, d.h. es gibt günstige und weniger günstige Antennenpositionen bzw. -Richtungen.
Wie in den Abbildungen zu erkennen verringert sich die Reichweite, wenn man mit der Sendeantenne auf das Modell "zielt" ebenso wie wenn das Modell direkt auf den Sender zu fliegt (oder auch weg).
Einige praktische Messung sollen das verdeutlichen:![]() Abb. 5 AVR und Empfängereingangsspannung beim horizontalen Drehen der Sendeantenne um 360°
Messaufbau zu Abb. 5 und 6: Schlussfolgerung: Dazu habe ich auch eine Messung während des Fluges
durchgeführt: Wie andere Messungen mit einem Speedsensor ergeben haben, fliegt das Modell bei einem solchen Flug mit einer Geschwindigkeit von ca. 30m/s. Da der Aussetzer ca. 4s vor dem Vorbeiflug auftrat, muss sich das Modell in nur ca.120m Entfernung befunden haben!!! Wie auch dieser Flug zeigt, ist die Reichweite extrem von der Position (Richtung) der Empfangsantenne abhängig. Die nächste Messung zeigt den Einfluß der Höhe der Empfangsantenne auf die Empängereingangsspannung und somit letzendlich auch auf die Reichweite:
Messaufbau zu Abb. 8: Wie in der Abb. 8 zu sehen ist, verbessert sich der Empfang deutlich wenn das Modell sich in einer größeren Höhe befindet, oder anders gesagt besonders bei der Landung (geringe Höhe) kann es Reichweiteprobleme geben. Kann man was zur Verbesserung der Reichweite tun? Ja, man kann dies, indem man nie mit der Sendeantenne auf das Modell zeigt und die Empfangsantenne günstig im Modell einbaut. Aus dem bisher gezeigtem geht hervor, daß der Einbau der Empfangsantenne längs nach hinten nicht unbedingt die günstigste Einbauposition ist, da besonders im Landeanflug (wo auch die Höhe gering ist) die Antenne direkt vom Sender weg zeigt. Würde man die Antenne längs in die Tragfläche einbauen, hätte man dieses Problem nicht mehr, allerdings zeigt dann die Antenne beim Kreisen möglicherweise auf den Sender. Da dies in der Regel in größeren Höhen geschieht eignet sich diese Einbaulage schon besser. Die beste Einbauposition der Antenne im Modell ist deshalb
senkrecht nach oben oder unten. Hier würde die Antenne nur in extremen
Fluglagen auf den Sender zeigen. Die andere, in vielen Fällen einfacher zu realisierende Möglichkeit
ist die L-förmige Verlegung der Empfangsantenne (z.B. nach hinten und
dann am Seitenleitwerk herauf oder am Höhenleitwerk entlang). Wer aber glaubt, dies ist der Weisheit letzte Schluss, dem
sei gesagt, daß es bei dieser Antennenverlegung ebenfalls bestimmte Winkel
gibt, in dem sich das Signal des abgeknickten Antennenstückes mit dem Signal
der restlichen Antenne aufheben können. Für mehr Reichweite beim Landeanflug
ist die Methode jedoch ganz gut Wenn oben immer wieder von "der Richtung genau zum Sender hin" gesprochen wurde, ist dies jedoch nur eine vereinfachte Aussage. Durch die Reflexionen am Boden ist diese Richtung in Wirklichkeit die zusammengesetzte Richtung aus direktem und reflektiertem Signal. |