| An die Liebe |
| Die
Liebe ist ein süßes Wort sie zieht dich an und stößt dich fort - sie macht dich auch unendlich reich sehr froh und unglücklich zugleich. Die meisten wollen Liebe haben - wollen die Kräfte an ihr laben wollen nur nehmen - und nicht geben - wollen genießen nur das Leben. Liebe ist wie blauer Himmel sie ist wie ein weißer Schimmel; wie der Wind, der leise singt, und uns Lebensfreude bringt. Liebe - man muß sie erleben - muß aus vollem Herzen geben; sie muß verzeihen, nicht verwunden - und schenkt dir dafür schöne Stunden. Sie lehrt dich, wie auf Wolken fliegen, sie lehrt dich, Haß und Unmut zu besiegen, sie lehrt dich dann die Zärtlichkeit - sie lehrt dich auch Vergessenheit. Der Liebe glosen wird zur Glut, sie raubt den Atem, es kocht das Blut; dann hat Erfüllung sie gebracht sie, die den Brand in dir entfacht. Sie wird den Menschen auch geschenkt wenn Jugend, Schönheit schon verwelkt; sie bringt dir dann die schönste Zeit ist auch das Ende nicht mehr weit. Dein Herzblut hat sie dir vergossen, der Untergang schien dir beschlossen; der Schmerz läßt noch dein Herz erbeben - da tritt aufs neu' sie in dein Leben. Ergreife sie, nimmst du sie wahr, auch wenn sie klein und unscheinbar. Sie wird dann groß - und in dir singen - wird dir das Glück und Frohsinn bringen. Jedoch laß Eifersucht sich nicht empören - sie kann die Liebe ganz zerstören! |
An das Leben |
| Oh
Leben, du kannst grausam sein - du stößt mein Glück, so klar und rein, vom hohen Gipfel roh herunter eine steile Wand hinunter. Ich weiß nicht, was ich dir getan lebt nur in meiner Liebe Wahn - doch dann kommst du, und ohne Grund, stößt mich hinab den dunklen Schlund. Verzweifelt halte ich mein Glück - doch unverhofft kommst du zurück; die Kraft läßt nach in meinen Armen, ich fleh dich an: hab doch Erbarmen! Gesprochen du dein Urteil hast gewaltig ist der Bürde Last von Eitelkeit, verletztem Stolz, sie wiegt wie zwanzig Klafter Holz. Heut hör ich noch der Worte Klang ich bleib bei dir - ein Leben lang. Die Liebe brach in meinen Händen das Schicksal läßt sich nicht mehr wenden. Mein Schrei zur Liebe - hilf mir doch - drückt mich noch tiefer in mein Joch. Sie kann mir keine Hilfe geben die Liebe stirbt - mit ihr mein Leben. Die Welt ist grau, die Seele leer, mein Herz hat keine Stütze mehr. Trotz aller Sorgen, die mich lähmen kann die Erinnerung mit niemand nehmen. Verzage nicht - und nicht mehr weinen auch für dich wird Sonne wieder scheinen. Nach Leid, nach Schmerz, Kummer und Gram wird dir ums Herz dann sicher warm. Du wirst wieder nach Liebe streben und bei dir denken - so ist das Leben! Es war viel Dunkelheit ... doch auch viel Licht ... vergiß die schönen Zeiten nicht! |
An den Tod |
| Der
Tod ist wie ein zarter Hauch er ist wie dunkler, schwerer Rauch der unerkannt dein Haupt umschleicht bis - irgendwann - er dich erreicht. Das Leben, das zäh' du verteidigt, hat viel zu oft dich schon beleidigt; und trotzdem hängst du noch an ihm, doch Widerstand hat keinen Sinn. Die Macht des Todes ist unendlich doch deine Kraft - sie ist vergänglich; du kannst dich dreh'n und kannst dich winden - wirst niemals einen Ausweg finden. Manch' einer hat es schon versucht, hat dann den Tod und Gott verflucht; versucht vergebens zu entkommen: das Leben wurde ihm genommen. Wenn dich sein Finger zart berührt, dein Herz zum Stillstand er verführt, wenn du mit Angst erkennen mußt: ER ist der Schmerz in deiner Brust! Des Lebens unendliche Last du tapfer stets getragen hast. Die Liebe hattest du erreicht, sie machte dir das Leben leicht. Die Zeit verrinnt, und du wirst älter, die Leidenschaft wird kalt und kälter - das Alter trübt schon deinen Blick; trotz allem schaust du gern zurück. Das Leben fließt wie gold'ner Sand durch Gottes gnadenvolle Hand. Er gibt uns dieses kurze Leben, wird deine Sünden dir vergeben; du bist ein Mensch aus Gottes Herde wurdest geschaffen aus der Erde - in ihr findest du - so Gottes Wille - endlich die langersehnte Stille. Freund ist der Tod, der dich befreit: er zeigt dir die Unendlichkeit ..... |